Die Anschaffung einer modernen Feuerstätte sollte gut vorbereitet werden, denn solche Geräte sollen für viele Jahre ihr Heim verschönern und behagliche Wärme liefern. Kaum ein anderer Einrichtungsgegenstand verändert die heimische Wohnkultur wie ein Kachelofen, Kaminofen oder ein Heizkamin.
Haben Sie sich für eine moderne Feuerstätte entschieden, sollten Sie vor dem Erwerb mit Ihrem bevollmächtigten Bezirks-Schornsteinfeger Kontakt aufnehmen. Dies sollte bis spätestens 10 Tage vor Arbeitsbeginn der Fall sein. Er kann Ihnen aufgrund der technischen Daten der Feuerstätte sagen, ob ein bereits vorhandener Schornstein für den Anschluss der Feuerstätte geeignet ist, bzw. ob ein neu zu errichtender Schornstein zu planen ist.
Die Anmeldung der neuen Feuerstätte an den bevollmächtigten Bezirks-Schornsteinfegermeister ist mittels des TAF-Antrages vorzunehmen.
Sollten Sie in einer Mietwohnung wohnen, benötigen Sie die Zustimmung des Eigentümers.
Erkundigen Sie sich frühzeitig, ob Sie eine Feuerstätte für feste Brennstoffe in Ihrem Haus oder Wohnung betreiben dürfen, oder ob Sie mit eventuellen Einschränkungen rechnen müssen.

Achten Sie beim Erwerb der Feuerstätte darauf, dass diese mit dem sog. Ü-Zeichen bzw. CE-Zeichen gekennzeichnet ist. Die Zeichen sagen aus, dass die Feuerstätte den gesetzlichen Bestimmungen entspricht. Die Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetz sind zwingend einzuhalten.

Die bei der Installation zu beachtenden Schutzmaßnahmen (Brandschutzabstände) sind abhängig von der Art der Feuerstätte und dem Bundesland (Baurecht ist Ländersache). Detaillierte Hinweise gibt Ihnen Ihr Schornsteinfegermeister und der Hersteller in seiner Aufstellanleitung. Diese Abstände sind unbedingt zu beachten.
Ebenfalls sollten sie gemeinsam mit ihrem bevollmächtigten Bezirks-Schornsteinfegermeister abklären, ob bei Ihnen eine ausreichende Verbrennungsluftzufuhr gewährleistet ist. Beachten Sie bitte evtl. vorhandene Lüftungsanlagen (Abluftwäschetrockner, Dunstabzugshauben, motorisch gesteuerte Wohnungsentlüftungen, Luftabsaugende Ventilatoren). Diese dürfen nicht ohne geeignete Maßnahmen mit Feuerstätten in derselben Wohneinheit betrieben werden.
Lassen Sie die Verbindung der Feuerstätte zum Schornstein und den Anschluss am Kamin von einem Fachmann ausführen.
Die Bundes - Kehr- und Überprüfungsordnung enthält die Kehrfristen von einmal bis viermal jährlich. Sie wird von ihrem bevollmächtigten Bezirks-Schornsteinfegermeister festgelegt.
Vor der ersten Inbetriebnahme muß der bevollmächtigte Beziks-Schornsteinfegermeister die gesamte Anlage abnehmen. In dieser Abnahme bescheinigt er die Brandsicherheit und die sichere Abführung der Abgase.

Tipp 1:

Bevor Sie das Gerät in Betrieb nehmen, unbedingt die Bedienungsanleitung der Feuerstätte lesen. Es dürfen nur geeignete Brennstoffe wie z. B. naturbelassenes, stückiges, trockenes Holz verwendet werden. Denken Sie daran, Ihre Feuerstätte für Festbrennstoffe ist keine Müllverbrennungsanlage.
Abfälle, Plastik, Pappen, feuchtes Holz, behandeltes Holz (gestrichen, lackiert, imprägniert), Spanplatten usw. dürfen nicht verbrannt werden.

Tipp 2:

Frisch geschlagenes, gespaltenes Holz muss an einer belüfteten, möglichst sonnigen Stelle regengeschützt gestapelt und mindestens 2 Jahre getrocknet werden.